Wie werte ich eine Messung mit dem Kanalmessstab aus?

Auswertung Kanalmessung mit Kanalmessstab
Die Messungen zu den beiden an einem Kanalmessstab angebrachten Prismen werden unter
einer gemeinsamen Punktnummer im Messdatenprotokoll aufgeführt. Die Messungen müssen
zusätzlich mit der Identifikation 817 (Kanalmessstab: Prisma oben) und 818 (Kanalmessstab:
Prisma unten) gekennzeichnet sein. Bei der Auswertung werden die beiden Messungen auf eine
Messung reduziert, die sich auf die Spitze des Messstabes bezieht. Alle Zusatzinformationen der
Messung zum oberen Prisma werden weiterverarbeitet. Aus der Messung zum unteren Prisma
werden nur die Messelemente benötigt.

Ergänzend ist noch zu sagen, dass die Identifizierung (oberes bwz. unteres Prisma) manuell über das Editieren des Messdatenprotkolles möglich, bei vielen Punkten aber aufwändig ist.

Sobald über den Aussendienst erfasst wurde welches Prisma angezielt worden ist, sollte diese Information auch automatisch über die Formatdatei ausgewertet werden. Damit braucht man nicht mehr die Identifizierung manuell vornehmen. Vorraussetzung ist, dass in der Rohmessdatendatei auch ablesbar ist welches Prisma angezielt wurde.

Hierzu ein kleines Beispiel:

Zu jedem Zielpunkt steht in der Rohmessdatendatei die frei vergebene Kennung O und U:
O steht für oberes und U für unteres Prisma des Kanalmeßstabes:

00010000 O 37.124 312.6582 95.1234
00010000 U 37.987 313.0067 101.4533

In der Formatdatei wird dann diese Kennung ausgewertet:

[10-10] = "O" ? 313 = 817
[10-10] = "U" ? 313 = 818

Gesprochen:
Wenn in der zehnten Spalte ein O steht dann ist die Zielpunktkennung (313) "oberes Prisma (817)", wenn in der zehnten Spalte ein U steht dann ist die Zielpunktkennung (313) "unteres Prisma (818)".

Damit werden diese Zielpunkte automatisch für eine Kanalmeßstbabmessung identifiziert.

 

Zuletzt aktualisiert am 24.07.2017 von Maria Hartmann.

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